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Autor: kpkoester

Mein Klimagarten – Wie mache ich den Garten klimafit?

🐝 Wie gestalte ich meinen Garten fit fürs Klima und ganz nebenbei zu einer Wohlfühloase?

👥 Referentin: Dr. Petra M. Bloom, Geschäftsführerin des Landesverbandes der Gartenbauvereine NRW e.V.

🗓️ Dienstag, der 03.03.26

🕕 19Uhr ; 90 minütiger Vortrag

📍Gemeindehaus Herzkamp (Barmer Str.21)

💬 der Vortrag ist kostenlos – Spenden werden (vor Ort) gerne entgegen genommen

🏡 eine Veranstaltung der Bürgergemeinschaft Herzkamp

 

Zunehmende Hitze und Trockenheit, Starkregen und Spätfröste stellen Gartenbesitzende vor neue Herausforderungen. Richtig angelegt bieten Gärten, Terrasse und Balkon aber viele Möglichkeiten, um eine Wohlfühloase zu schaffen, die solche Klimafolgen abmildert.

Mit der passenden Auswahl von standortgerechten und robusten Pflanzen kann eine üppige Pflanzendecke geschaffen werden kann, die die Umgebung kühlt, Kohlendioxid bindet und Sauerstoff spendet. Entsiegelte Flächen statt Beton und Schotter und begrünte Dächer und Fassaden machen den Garten und die Terrasse auch an heißen Tagen zu einem kühlen Ort für Mensch und Tier.

Mit Regentonnen und Zisternen kann Regenwasser aufgefangen und nutzbar gemacht werden. Auch Versickerungsmulden oder Rigolen sind geeignet, um mögliche Schäden durch Starkregen zu verringern. Die Lebensgrundlage für einen klimagerechten Garten ist ein gesunder Boden. Die richtige Bodenpflege und der Aufbau von Humus dienen dabei nicht nur der Pflanzenernährung, sie ermöglichen auch die Speicherung von CO2 und Wasser. Humusaufbau ist daher in Zeiten des Klimawandels besonders wichtig.

Wie es gelingt, aus dem Garten eine Klimaoase zu schaffen, die auch Wildtieren Lebensraum und Nahrung bietet, wird in dem ca. 90-minütigem Vortrag erläutert.

Abnehmer gesucht: Foodsharing erhält Einzug in unser Dorf!

In Deutschland wird jedes dritte noch essbare Lebensmittel weggeworfen (https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/lebensmittelverschwendung). Gründe dafür sind vielfältig. Doch wir suchen gemeinsam nach Lösungen. Eine davon ist „Foodsharing“: Privatpersonen, die als Foodsaver ausgebildet werden, retten die Lebensmittel direkt von den Betrieben/Supermärkten bevor sie in der Tonne landen würden. So wurden in Wuppertal allein in den letzten 30 Tagen von knapp 250 Foodsaver*innen über 24 Tonnen Lebensmittel gerettet (Foodsharing-Wuppertal.de).

Wir haben Foodsaver*innen im Dorf, die noch nach Abnehmern für Lebensmitteln suchen. Es geht hierbei um gute, frische Lebensmittel, die man geschenkt bekommt. In der Praxis würde es so aussehen: an einem festen Tag in der Woche melden sich die Foodsaver über eine WhatsApp-Gruppe, was sie heute alles gerettet haben. Als Beispiel: 15 Paletten frische Champions, 20 Stangen Lauch etc. Du brauchst etwas davon? Dann gib in der Gruppe Bescheid und alle Abnehmer*innen treffen sich an einem Übergabeort im Dorf mit den Foodsavern. Dabei sind größere Abgabemengen ausdrücklich erwünscht.

Die Tafeln haben immer Vorrang! Es wird also niemandem etwas weggenommen.

Du hast Interesse und willst mehr erfahren? Dann melde dich gerne über die App in der Kommentarfunktion oder über den privaten Chat mit Kira K.

Weitere Infos erhältst du auch über Foodsharing.de

Türchen 8 – 1980er auf der Schlittenwiese

Ich hatte sehnsüchtig auf den ersten Schnee gewartet, der auch zum Schlittenfahren taugte. Und da war er nun: nicht zu matschig, nicht zu eisig, nicht zu tief. Ich verabredete mich mit meinem Schulfreund an der Schlittenwiese am Mettberg. Es war etwas nebelig, aber die Schlittenwiese war voller Kinder. Gemeinsam wollten wir den neuen Bob ausprobieren und setzten uns mit klopfendem Herzen hintereinander auf das Gefährt. Die erste Abfahrt des Jahres ist ja doch immer etwas Besonderes und Aufregendes. Ich erinnerte meinen Freund noch daran, dass unten links die „nasse Stelle“ war, die man unbedingt umfahren sollte. Doch da ging’s auch schon los. Mit rasender Geschwindigkeit sausten wir den Berg hinab. Ich schrie nur „nach rechts, weiter rechts!“ Und diesen Rat befolgte mein Freund auch. Etwas zu sehr. Denn kurz darauf landeten wir im Gebüsch und waren komplett im Schnee versunken, während von den Ästen noch weiterer Schnee auf uns drauf fiel. Nach einem kurzen Schreck mussten wir beide herzhaft lachen und es folgten noch viele weitere Abfahrten!

Türchen 7 – 1960er in der Barmer Straße

Es war Winter und das Schlafzimmer der Familie nicht beheizt. Lediglich die 5 Familienmitglieder und die restliche Wärme aus dem Wohnzimmer nebenan wärmten den Raum. Das jüngste Familienmitglied war gerade einmal ein paar Wochen auf dieser Welt. Kurz nach Mitternacht meldete es sich, denn es hatte Hunger. Die Mutter nahm das kleine Bündel und ging in die Küche hinunter. Dort war es etwas wärmer wegen des Holzofens, auf dem sie dann auch die Milch warm machte. Zum Füttern setzte sie sich auf den Schaukelstuhl in der Ecke und wiegte das Kind sanft in ihren Armen, während ihr die Augen immer wieder zufielen. Doch dann bemerkte sie aus den Augenwinkeln den kleinen, grauen Mitbewohner, der jede Nacht um diese Zeit vorbeischaute. Lautlos, blitzschnell und nur kurz nach links und rechts schauend flitzte er über den Küchenboden hinüber ins nächste Loch in der Wand. Die Mutter lächelte. Das Kind war satt und wieder eingeschlafen.

Türchen 6 – 2000er auf dem Weg zur Schule

Draußen war es bitterkalt. Dick eingepackt mit Schneeanzug, Mütze, Schal und Fäustlingen wartete ich an der Haustür auf meine zwei Klassenkameraden aus der Nachbarschaft. Da endlich! Schnell lief ich zu den beiden und winkte meiner Mutter zum Abschied. Gemeinsam gingen wir den Schulweg zur Grundschule in Herzkamp. Doch der Weg war stellenweise Spiegelglatt. Die beiden Jungs liefen mutig über die rutschigen Stellen und ermutigten mich es ihnen gleich zu tun. Ich setze mich jedoch lieber auf den Po und rutschte den Bürgersteig hinunter. Als wir alle drei wohl behalten die Klassenräume erreichten, berichteten wir aufgeregt von unserem abenteuerlichen Schulweg.

Diese Woche am Mettberg

Die langjährige Tradition der „Adventsfenster“ findet auch dieses Jahr wieder statt. Dorfbewohner*innen schmücken ein Fenster weihnachtlich und laden alle ein, dieses zu bestaunen. Es wird gemeinsam gesungen, gelacht und Punsch und Plätzchen genascht. Am Mittwoch durften wir auf so einem Adventsfenster ein ganz besonderes Gedicht von Damian Ueberholz vernehmen. Selbst gedichtet und vorgetragen, hat es viele sehr berührt:

„In Herzkamp, wo die Hügel ruh’n,

und Winterwinde leise wehn,

da öffnet sich am Abend nun

ein Fenster – hell und wunderschön.

 

Ein Licht, das in die Herzen spricht,

von Frieden, Wärme, Zuversicht.

Es leuchtet raus in dunkle Nacht,

hat uns den Advent gebracht.

 

Wir steh’n zusammen – groß und klein –,

ein Funken Hoffnung fällt herein.

Ein Augenblick, so still, so klar,

der zeigt: Gemeinschaft ist doch da.

 

So lasst uns diesen Abend spür’n,

mit Licht, mit Lachen, warmen Türen.

Denn jedes Fenster, das wir seh’n,

lässt Herzkamp näher zueinander gehn.“

Damian Ueberholz

 

Vielen Dank für diesen Ohrenschmaus und vielen Dank an alle Familien, die ihre Fenster öffnen und ein gemütliches Beisammensein ermöglichen. Und natürlich auch an die Organisatoren ein herzliches „Danke“!

Türchen 4 – 2010er in der Nachbarschaft

Zu unseren Nachbarskindern hatte ich immer ein besonderes Verhältnis. Ich durfte auf sie aufpassen, wodurch ich mich erwachsen fühlte. Ich durfte mit ihnen spielen, wodurch ich mich wieder klein fühlte. Und ich durfte zusammen mit der ganzen Familie am Esstisch sitzen, wodurch ich mich wie ein Teil der Familie fühlte. Doch umso älter sie und auch ich wurden, umso weniger Kontakt hatte man. Die Begegnungen waren weiterhin herzlich und warm, aber wurden zunehmend weniger. Umso mehr war ich gerührt, als ich doch mal wieder zu Besuch war und einen Blick auf den an der Tür hängenden Wunschzettel erhaschte: „Einen Ausflug mit den Nachbarn“ stand da unter den Top 3 Wünschen. Zeit verschenken. Gemeinsame Zeit mit alten und neuen Freunden, mit der Blutsverwandtschaft oder der Wahlfamilie, mit Bekannten oder (noch) Fremden.

Türchen 3 – 2000er zu Schulzeiten

Heute ist ein ganz besonderer Schultag: ein Ausflug steht an und das zu mir nach Hause. Wir haben nämlich seit gestern einen ganz besonderen Gast im Garten. Einer, der gerne Schnecken, Insekten und Regenwürmer isst, aber auch Beeren stehen auf seinem Speiseplan. Gemeinsam mit meiner ganzen Schulklasse machen wir uns auf den Weg und versammeln uns um den großen Kaninchenstall, der unserem Gast für einen Tag als Herberge dient. Zunächst sieht man ihn gar nicht, da meine Eltern viele Äste, Zweige und Blätter im Stall verteilt haben. Doch dann raschelt etwas und grunzt witzig. Alle schauen ganz gespannt auf das kleine Wesen mit den vielen Stacheln auf dem Rücken. Wir lernen heute, dass unser Gast nachtaktiv ist und die helle Straßen- und Gartenbeleuchtung meidet. Außerdem ist er nachts ziemlich viel unterwegs und legt lange Strecken zurück auf der Suche nach Futter. Gartenzäune, die bis auf den Boden reichen stellen für ihn ein unüberwindbares Hindernis dar. Am liebsten mag er wilde, naturnahe Gärten und für seinen fünf monatigen Winterschlaf braucht er einen sicheren Unterschlupf in Holzhaufen, dichten Hecken, Sträuchern oder holen Baumstämmen. Autos (und heute auch Rasenmähroboter) stellen für ihn eine große Gefahr dar! Nachdem alle Kinder sich verabschiedet haben, wurde unser Gast natürlich wieder frei gelassen.

Wer weiß von wem hier die Rede ist? 😉

Türchen 2 – 1970er Jahre in der Barmer Straße

Man traf sich auf ein Feierabendbier in der Nachbarschaft. Die Nächte wurden schon kühler, weshalb man sich gemütlich in der Wohnküche zusammensetzte. Die Stimmung war heiter, es wurde von den Erlebnissen der letzten Tage berichtet. Eine Nachbarin brachte den frisch geernteten Weißkohl mit. Aus einem Bier wurden zwei. Es gesellten sich noch mehr Nachbarn dazu und brachten Schnaps mit. Die Stimmung war ausgelassen und jemand kam auf die Idee in der Küche Fußball zu spielen. Der Bub, der im Zimmer schlief wurde schließlich vom lauten Lachen der Großen wach und berichtete dem Vater am nächsten Morgen, als dieser von der Nachtschicht kam: „Papa, hier war was los! Die haben mit Kohlköpfen Fußball gespielt.“